Hundedolmetscher Mehr Verständnis zwischen Mensch und Hund
Über uns
© Photo Hoffmeister 2018
Der Hund ist von seinen Ursprüngen her ein Gemeinschaftstier. Die Natur hat zwei Arten von Tieren hervorgebracht, um eine gesunde Balance zu halten. Auf der einen Seite die Pflanzenfresser und auf der anderen die Raubtiere. Letztere hatten und haben die Aufgabe, den Überbestand der Pflanzenfresser zu minimieren beziehungsweise Aß zu beseitigen. Der Wolf, bzw. Wildhund, ist so ausgestattet, dass er kleinere Tiere, wie Mäuse oder Hasen, reißen kann. In der Gemeinschaft haben sie die Chance, größere und schnellere Beute zu erlegen. Aus diesem Grund haben sich diese Beutejäger zu einem Rudel zusammengeschlossen. Diese Zweckgemeinschaft hat aber noch weitere Vorteile, wie z. B. den Schutz vor weiteren bzw. anderen Raubtieren. Auch lernt der Nachwuchs von den Alten Beute zu jagen, das Benehmen im Rudel und auf der Jagd. So haben sich die Wölfe über Generationen hinweg aufeinander eingespielt. Dies funktionierte reibungslos, bis der Mensch in ihr Leben trat. Aus der anfänglich neuen, für beide Seiten nützlichen Gemeinschaft tat sich der Mensch heraus und veränderte das Raubtier nach seinem Belieben. Das immer mehr von unseren Händen abhängige Tier hat immer weniger die Chance, sich artgerecht zu verhalten. Was aber heißt artgerechtes Verhalten? Viele Bücher und Zeitschriften sind voll mit mehr oder weniger guten Hinweisen und Ratschlägen. Tatsache ist, dass Hunde auch heute noch von ihren Urinstinkten getrieben werden. Wenn Sie das Verhalten der Hunde genau studieren, können sie das Urverhalten in großen Teilen wiederfinden. Warum laufen Wölfe nicht einfach vor ihrem Rudel davon oder voller Freude und Eifer voraus, um die Beute zu fangen, sondern achten bei der Jagd auf die anderen Mitglieder? Das richtige Jagen will gelernt sein. Da die meisten Menschen weder Jäger und Sammler mehr sind, wissen sie es nicht und können es dem Nachwuchs Hund somit nicht zeigen. Auch fehlt das Einfühlungsvermögen, die Bedürfnisse eines Hundes zu erkennen, ihm zu zeigen, wo er hingehört. Haben Sie schon mal gesehen oder gehört, dass ein Rudelführer einen anderen Hund an der Leine führen musste, damit dieser bei ihm bleibt, oder dass das Leittier eine Wasserspritze, Würge-, Stachel-, Stromschlaghalsband oder andere Foltermethoden nutzt, um sein Gefolge um sich zu halten? Der Rudelführer läuft auch nicht mit einem Braten in der Schnauze herum, um alle anderen damit zu bestechen, ihm weiterhin zu folgen. Der Hunde(Wolfs)-Rudelführer muss etwas an sich haben, was viele Tiere am Menschen vermissen. Als Hundedolmetscher und Fotograf sehe ich genau hin, welche Zeichen vom Tier kommen und was es damit zum Ausdruck bringen will. Alle Hunde unterhalten sich mehr oder weniger auf die gleiche Weise. Durch die Zucht in verschiedenen Rassen ist die Kommunikation zwischen den Beutegreifern leicht abgewandelt. Manche Vierbeiner, so scheint es, haben dies verlernt oder vergessen. Aber nach kurzem „Anstupsen“ in die richtige Richtung ist alles wieder da. Genau da fängt meine Arbeit an. Ich vermittle die Sprache der Tiere, bringe sie dem Menschen bei. Außerdem zeige ich Herrchen oder Frauchen, was ihre Lieblinge fühlen und wie diese wieder Hund sein dürfen. Nach dem Hausbesuch staunen die Besitzer, wie schnell ihr Hund sich zum Positiven verändert hat. Schon nach sehr kurzer Zeit sind erste Erfolge zu sehen. Während der ersten Begegnung beschäftigen wir uns mit dem Verständnis des Hundes, theoretisch geht es um die Themen: Dominanz im Rudel, Kontrollverhalten, Territorialverhalten, Jagdverhalten und vieles mehr. Im zweiten Teil geht es um die Umsetzung des Erlernten. Die meisten meiner Klienten hatten schon in den ersten 20 bis 30 Minuten ihre persönlichen Erfolge im gemeinschaftlichen Umgang mit dem Tier.